Viele Eltern zögern lange, bevor sie einen ADHS-Test in Betracht ziehen. Dabei kann eine frühe Diagnose entscheidend sein – für die schulische Entwicklung, das Selbstbild und die Lebensqualität Ihres Kindes.
Es gibt keine starre Altersgrenze für einen ADHS-Test. Entscheidend ist, ob die Auffälligkeiten das Kind in seinem Alltag belasten. Folgende Signale sollten Sie zum Anlass nehmen, einen Spezialisten aufzusuchen:
Ihr Kind ist offensichtlich klug, bringt aber schlechte Noten – weil es sich nicht konzentrieren kann oder Aufgaben nicht zu Ende führt.
Wenn Lehrkräfte wiederholt berichten, dass Ihr Kind stört, träumt oder dem Unterricht nicht folgen kann.
Das Kind hat Probleme, Freundschaften zu schließen oder zu halten – weil es impulsiv reagiert oder andere überfordert.
Das Kind sagt Dinge wie „Ich bin dumm“ oder „Ich kann das sowieso nicht“ – ein Hinweis auf anhaltende Frustrationserfahrungen.
Hausaufgaben werden zum täglichen Konflikt, die Familienatmosphäre leidet erheblich.
Eine zuverlässige ADHS-Diagnostik ist ab dem Schulalter (ca. 6 Jahre) möglich, da dann standardisierte Tests eingesetzt werden können und Schulleistungen als Vergleichsmaßstab vorliegen. In manchen Fällen – bei sehr ausgeprägten Symptomen – ist auch eine Diagnostik im Vorschulalter sinnvoll.
Auch Jugendliche werden häufig erst spät diagnostiziert, weil sie gelernt haben, ihre Schwierigkeiten zu kompensieren. Wenn Ihr Kind in der Pubertät plötzlich schulisch einbricht oder unter starkem Stress leidet, kann eine ADHS-Diagnostik auch im Teenager-Alter noch sehr aufschlussreich sein.
Unerkannte ADHS hat Folgen: Kinder, die über Jahre hinweg als „faul", „unaufmerksam" oder „schwierig" abgestempelt werden, entwickeln häufig ein negatives Selbstbild. Sie glauben, dass sie einfach nicht gut genug sind – dabei haben sie eine neurologische Besonderheit, die behandelbar ist.
„Jedes Jahr, das ein Kind ohne Diagnose und Unterstützung verbringt, ist ein Jahr, in dem es unnötig kämpft. Eine frühe Diagnose gibt dem Kind und der Familie Orientierung – und Hoffnung."
In der Kassenpraxis warten Familien oft 12–18 Monate auf einen Termin. In dieser Zeit leidet das Kind weiter. Als Privatpraxis kann ich Ihnen in der Regel innerhalb weniger Wochen einen Termin anbieten – und führe dann eine ausführliche ADHS-Spezialdiagnostik durch, die weit über ein einfaches Screening hinausgeht.
Die Kosten werden von privaten Krankenversicherungen und Beihilfestellen in der Regel erstattet. Auch als Selbstzahler ist eine Investition in eine gründliche Diagnostik eine der wichtigsten Entscheidungen, die Sie für Ihr Kind treffen können.
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